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WSA-Pressemitteilung zum Brechtfestival 2016

03.03.2015
<strong>Nicht Fisch nicht Fleisch</strong>

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde von Vielen beklagt, dass im Sommer zu viele Events miteinander konkurrieren würden. Dies war einer der Gründe, warum das Brechtfestival in den Februar verlegt wurde. Der andere Grund war, dass man dadurch – auch in der überregionalen Wahrnehmung – mit entsprechender (und erfolgter) Öffentlichkeitsarbeit Augsburg als Brechts Geburtsstadt in ein stärkeres Bewusstsein rücken kann. Somit wurde der 10. Februar ein fester Ankerpunkt im Programm des Brechtfestivals.

Dass die mitunter kalten Temperaturen keine Flanierstimmung wie bei einem sommerlichen Festival erzeugen, nahm man angesichts der größeren Wahrnehmung als originäre Brechtstadt sowie der naturgemäß vielen Indoor-Veranstaltungen in Kauf – wenngleich dies zwangsläufig neue Kritik nach sich zog derer, die es lieber warm haben. Dass man es unter diesen Umständen nicht Allen Recht machen kann, war und ist klar. Aber immerhin gab es eine klare Linie mit einer fundierten Begründung, warum das Festival jeweils an Brechts Geburtstag endete.

Und nun? Der Augsburger Allgemeinen vom 2. März 2015 war zu entnehmen, dass die Entscheidung gefallen sei, dass das Festival im nächsten Jahr zwischen dem 22. Februar und 5. März stattfinden soll. Da kann man sich nur die Augen reiben. Wie bitte? Das Festival findet zwei Wochen nach Brechts Geburtstag statt? Also in der kalten Jahreszeit und trotzdem ohne Bezug zu seinem Geburtstag? Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Sondern eine lieblose Entscheidung eines von den Entscheidern wohl doch nicht als wichtiges Aushängeschild erachteten Alleinstellungsmerkmals unserer Stadt. Und eine vertane Chance.

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